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In der Lagerlogistik spielt die Wahl des richtigen Regaltyps eine zentrale Rolle. Je nach Lagergut, Gewicht und gewünschter Zugriffsart kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Die beiden wichtigsten Systeme sind Palettenregale für palettierte Ware und Kragarmregale für Langgut. Die Wahl des passenden Regaltyps beeinflusst sowohl die Lagerkapazität als auch die Zugriffsgeschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit eines Lagers maßgeblich.

Die unterschiedlichen Regalarten in der Lagerlogistik

Moderne Lagerhaltung funktioniert ohne strukturierte Regalsysteme nicht. Regale schaffen vertikale Lagerfläche und erhöhen die Lagerkapazität um bis zu 60% gegenüber der Lagerung auf dem Boden. Gleichzeitig verbessern sie die Übersichtlichkeit, reduzieren Suchzeiten und schützen empfindliches Lagergut. Singer Regale unterstützt Sie bei der Auswahl mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in unterschiedlichsten Branchen – von Produktionslagern über Distributionszentren bis zum Baustoffhandel.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Regalarten in der Lagerlogistik:

Kragarmregale

Kragarmregale sind spezialisierte Lagersysteme mit horizontal auskragenden Armen an senkrechten Ständern. Sie bestehen aus massiven Ständersäulen und einseitig oder beidseitig angebrachten Kragarmen, die das Lagergut ohne störende Vorderstreben tragen. Dadurch lassen sich vor allem Langgüter wie Rohre, Profile, Balken, Bretter oder Plattenmaterialien optimal unterbringen. Die freie Frontseite ermöglicht ein einfaches Ein- und Auslagern mit Stapler oder Kran.

Kragarmregal mit Dach und Rückwand auf einer Fundamentplatte

 Palettenregale

Palettenregale sind die Standardlösung für palettierte Waren in Industrie und Handel. Sie bestehen aus Regalständern mit eingehängten Längsträgern, auf denen Europaletten oder Industriepaletten abgestellt werden. Die geschlossene Rahmenkonstruktion trägt höhere Lasten und wird mit Gabelstaplern, Schubmaststaplern oder Regalförderfahrzeugen bedient.

Palettenregale sind die Standardlösung für palettierte Waren in Industrie und Handel. Sie bestehen aus Regalständern mit eingehängten Längsträgern, auf denen Europaletten oder Industriepaletten abgestellt werden. Die geschlossene Rahmenkonstruktion trägt höhere Lasten und wird mit Gabelstaplern, Schubmaststaplern oder Regalförderfahrzeugen bedient.

Palettenregal feuerverzinkt mit Dach und Rückwand

Fachbodenregale

Fachbodenregale sind die Allrounder unter den Lagersystemen. Sie bestehen aus vertikalen Ständern und horizontal eingehängten Regalböden, die sich höhenverstellbar montieren lassen. Mit Traglasten zwischen 150 und 600 kg pro Ebene eignen sie sich für mittelschwere Waren, Kartons, Kleinteile oder Aktenordner. Die manuelle Bedienbarkeit macht sie ideal für Lager mit häufigem Direktzugriff. Fachbodenregale punkten durch niedrige Anschaffungskosten, schnellen Aufbau und flexible Anpassung an wechselndes Lagergut. Sie finden sich in Archiven, Werkstätten, Ersatzteillagern und Versandlagern.

Weitspannregale

Weitspannregale sind verstärkte Fachbodenregale mit größeren Spannweiten zwischen den Ständern. Sie überbrücken Distanzen bis 2,7 Meter ohne Zwischenstützen und tragen Lasten bis 1.000 kg pro Ebene. Die großzügigen Abmessungen machen sie zur ersten Wahl für sperrige Artikel wie Reifen, Kartonagen, Möbelteile oder Baumarkt-Sortimente. Weitspannregale kombinieren die Vorteile von Fachbodenregalen mit höherer Tragkraft und bieten dabei direkten manuellen Zugriff. Sie eignen sich besonders für Lager mit uneinheitlichem Sortiment und mittlerem Warengewicht.

Durchlaufregale

Durchlaufregale arbeiten mit geneigten Rollenbahnen oder Schienen, auf denen Paletten oder Behälter durch Schwerkraft von der Beschickungs- zur Entnahmeseite gleiten. Sie garantieren das FIFO-Prinzip (First In, First Out) automatisch und sind unverzichtbar für verderbliche Waren oder Produkte mit Verfallsdatum. Durchlaufregale erhöhen die Kommissioniergeschwindigkeit erheblich, da Waren automatisch nachrutschen. Platzsparend kombinieren sie Lager- und Kommissionierbereich und finden sich vor allem in der Lebensmittellogistik, Getränkeindustrie und Pharmabranche wieder.

Einfahrregale

Einfahrregale verzichten auf Gangflächen. Stapler fahren direkt in die Regalkanäle und stapeln Paletten hintereinander. Diese Blocklagerung erhöht die Lagerkapazität um bis zu 80% gegenüber Standard-Palettenregalen. Ideal für große Mengen gleicher Artikel mit geringer Zugriffshäufigkeit – beispielsweise in Tiefkühllagern, der Getränkeindustrie oder bei saisonalen Vorräten.

Verschieberegale

Verschieberegale bestehen aus mehreren Regalreihen auf fahrbaren Untergestellen. Nur eine Reihe wird für den Zugriff geöffnet, alle anderen stehen dicht zusammen. Diese Bauweise spart bis zu 50% Grundfläche. Typische Einsatzgebiete sind Archive, Bibliotheken oder Ersatzteillager, in denen hohe Grundstückskosten oder begrenzte Flächen effiziente Lösungen erfordern.

Vertikalregale

Vertikalregale sind automatisierte Lagersysteme mit vertikalem Liftsystem – ähnlich einem Paternoster. Sie nutzen die Raumhöhe bis zu 13 Meter aus und benötigen nur 2-3 m² Grundfläche. Die geschlossene Bauweise schützt wertvolle Kleinteile vor Staub und Diebstahl. Ideal für Werkstätten, Apotheken oder Elektronik-Lager.

Behälterregale

Behälterregale sind speziell für Sichtlagerkästen und Stapelbehälter konzipiert. Regalböden mit Aufkantungen verhindern das Verrutschen. Traglasten liegen bei 150-300 kg pro Ebene. Sie schaffen Ordnung in der Kleinteile-Logistik und kommen häufig in Produktionslagern, Elektronik-Fertigung oder Autowerkstätten zum Einsatz.

Entscheidungskriterien bei der richtigen Regalart für das Lager

Die Auswahl des passenden Regalsystems bestimmt Wirtschaftlichkeit und Funktionalität eines Lagers langfristig. Sieben Hauptkriterien beeinflussen diese Entscheidung.

Entscheidende Faktoren für die Regalwahl:

  1. Lagergut-Eigenschaften: Gewicht, Abmessungen, Beschaffenheit und Empfindlichkeit
  2. Raumverhältnisse: Verfügbare Hallenhöhe und Grundfläche
  3. Zugriffsanforderungen: Zugriffshäufigkeit und Umschlagsgeschwindigkeit
  4. Fördertechnik: Eingesetzte Flurförderzeuge und Automatisierungsgrad
  5. Kapazitätsbedarf: Erforderliche Lagerplätze und Bestandsreichweite
  6. Wirtschaftlichkeit: Budget für Investition und Betriebskosten
  7. Zukunftsfähigkeit: Erweiterbarkeit und Flexibilität

Die Wareneigenschaften bestimmen den Regaltyp fundamental. Langgut über drei Meter erfordert Kragarmregale, palettierte Ware Palettenregale. Schwere Güter über 1.000 kg benötigen verstärkte Konstruktionen. Empfindliche Artikel brauchen geschützte Fachbodenregale, Schnelldreher gehören in Durchlaufregale mit FIFO-Prinzip.

Entscheidungskriterien bei der richtigen Regalart für das Lager

Singer Regale bietet maßgeschneiderte Lagerlösungen mit über zwei Jahrzehnten Branchenerfahrung. Unser Sortiment umfasst alle gängigen Regaltypen von Palettenregalen über Kragarmregale bis zu Spezialsystemen.

Kontaktieren Sie uns jetzt für eine unverbindliche Beratung zu Ihrer Lagerlösung – telefonisch, per E-Mail oder über unser Kontaktformular. Gemeinsam finden wir das passende Regalsystem für maximale Effizienz in Ihrem Lager.